Dalis Wirken an der Costa Brava

Die etwas rauhere Costa Brava mit zauberhaften Buchten reicht von Portbou nach Lloret de Mar und bietet dem Reisenden eine abwechlungreiche Küste mit unterschiedlichen Freizeitangeboten, mit kleinen Städten, wo entweder Highlife und Trubel oder aber eine etwas ruhigere aber lebendige Atmosphäre eines Fischerdorfs herrschen.

Ein besonders faszinierendes Städtchen ist Cadaqués, welches am Ende einer tiefen Bucht gelegen ist und durch sein urtümliches Flair beeindruckt. Ein Spaziergang durch die weißgetünchte Altstadt hinauf zur Santa María-Kirche belohnt mit einem Ausblick auf den Hafen und die Küste. Abends laden originelle Cafés und Bars dazu ein, den Tag mit Musik und Wein ausklingen zu lassen. Wie im Paradies fühlt man sich im Café El Jardín, bunte Lichter strahlen die unzähligen exotischen Pflanzen an, hinter welchen die Tische versteckt zu sein scheinen, und unter freiem mediterranem Himmel kann man dann bestimmt ein paar Sterne sehen, während man sein Getränk genießt. Viele Künstler zog diese Gegend in ihren Bann, Dalí lebte in seinem Haus in Portlligat, das einen Kilometer entfernt liegt. Von dem Haus aus, welches besichtigt werden kann, ist auch der berühmte Fels, welcher in vielen Bildern Dalís vorkommt, im Meer zu sehen.

Weiter südlich sind viele schöne Küstenstädte zu entdecken, von denen einige touristisch sehr erschlossen sind, auf einer Küstentour laden aber immer wieder ruhigere Plätze zur Pause ein. Platja d'Aro besitzt ein großes Angebot an Geschäften und Freizeitangeboten, die Läden sind alle bis spät in die Nacht geöffnet, bevor das rege Nachtleben in den zahlreichen Diskotheken beginnt. Sant Feliu de Guíxols bietet neben den unterschiedlichsten Hotels oder Ferienwohnungen und den Sportanlagen einige Sehnswürdigkeiten wie die gotische Kirche mit dem romanischen Portal Porta Ferrada. Die Costa Brava endet mit den wichtigsten Touristenzentren Tossa de Mar, Lloret de Mar und Blanes. Die meisten Urlauber kommen hierher, um dem Nachtleben zu frönen, aber in den drei Städten kann man ebenso auf den Spuren der Vergangenheit wandeln.

Die Provinzhauptstadt Girona ist bei einer Reise nach Katalonien einen Besuch wert. Sie wird die Stadt der vier Flüsse genannt, weil sie im Tal des Ter, an den Mündungen des Güell, des Galligants und des Onyar liegt, wobei der alte und der moderne Teil Gironas durch den Onyar getrennt werden. Im modernen Girona liegt das Mercadal-Viertel, ein wichtiges Bankenzentrum; ein Bummel durch die Altstadt lohnt sich aber mehr. Denn hier begegnen sich die verschiedensten Baustile aus unterschiedlichen Epochen und erzählen von der Vergangenheit. Die Arabischen Bäder, eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und das Judenviertel sollte man sich anschauen, aber bei einem Rundgang wird man noch kleine Plätze und versteckte Winkel entdecken, die ebenso sehenswert sind.

Ein berühmtes Fest in Girona wird im September gefeiert, wenn ein Umzug von alten Autos veranstaltet wird. Vier Tage lang dauert die farbenprächtige historische Prozession von diesen Autos auf den Straßen der Provinz Girona, so dass man noch Traditionen Kataloniens bei seiner Reise ganz nebenbei erleben kann.

Dalis Geburtsort
Das Hinterland ist auch durch den surrealistischen Künstler Dalí berühmt geworden, denn Figueres ist die Heimat dieser Persönlichkeit. Die Stadt lebt von dem einzigartigen Museum, das Gebäude allein ist schon Kunstwerk genug. Es wurde 1849 als ein Theater gebaut, und Dalí stellte hier mit 14 Jahren schon Kunstwerke aus. Ein Brand zerstörte das Gebäude, und erst 1974 erlangte es seine heutige Gestalt mithilfe von Dalís Entwürfen. Das Museum hat eine netzartige Kuppel und ist mit dem Galatea-Turm erweitert worden, wo der Maler starb und wo heute sein Grab zu finden ist. Man kann in dem Museum auch Kunstwerke anderer Maler betrachten, jedoch sind die meisten der ausgestellten Werke von Dalí.

Das Museum beeindruckt durch seine Einzigartigkeit und entführt den Betrachter in eine surrealistische Welt. Man vergisst, in einem Museum zu sein, woran nur die anderen langsam wandelnden Betrachter erinnern. Ganz egal, ob einem dieser surrealistische Stil zusagt oder nicht, man erfährt und erlebt etwas von einem hervorragenden Künstler aus einer ganz eigenen Welt. (stw)

Stiftung Gala-Salvador Dalí / Teatro-Muséo Dalí
Plaza Gala-Salvador Dalí
Figueres. Tel. 972 51 19 76.
Geöffnet: von Oktober bis Juni von 10.30-17.15
von Juli bis September von 9.00-19.15
montags außer an Feiertagen geschlossen

Quelle: pairola-media